Judentum und Christentum


Jesus, seine Mutter Maria und die Apostel waren Juden.
Der Gottesdienst der Kirche ist tief im Jüdischen verwurzelt.
Der erste Teil der Bibel, das Alte Testament, stammt zur Gänze von jüdischen Autoren.
Die Juden sind also unsere älteren Brüder und Schwestern im Glauben an Gott, den auch wir als unseren Schöpfer und Erlöser bekennen. Der Apostel Paulus vergleicht das Volk Israel mit einem edlen Ölbaum. Die Heiden wurden aufgrund ihres Glaubens in ihn eingepfropft und leben von der Kraft seiner Wurzel.
Bei seiner Pilgerreise zu den Heiligen Stätten im Jahr 2000 betete Papst Johannes Paul II. auch an der Klagemauer in Jerusalem. Einem beliebten jüdischen Brauch folgend, schob er ein Blatt zwischen die Steinquader.
Es enthält folgendes Gebet:

"Gott unserer Väter,
du hast Abraham und seine Nachkommen auserwählt,
deinen Namen zu den Völkern zu tragen.
Wir sind zutiefst betrübt über das Verhalten aller,
die im Laufe der Geschichte
deine Söhne und Töchter leiden ließen.
Wir bitten um Verzeihung
und wollen uns dafür einsetzen,
dass echte Brüderlichkeit herrsche
mit dem Volk des Bundes.
Darum bitten wir
durch Christus, unseren Herrn."


Nicht du trägst die Wurzel,
sondern die Wurzel trägt dich.
(Röm 11,18)

 


















Das Bild zeigt einen antiken Grabstein eines Judenchristen aus dem Süden Palästinas. Er ist im 4. Jh. nach Chr. verstorben. Das Kreuz - Symbol des Christentums und die Menora - das Zeichen des Judentums stehen unmittelbar nebeneinander.


Während seiner Pastoralreisen trifft Papst Johannes Paul II. häufig mit Vertretern jüdischer Gemeinden zusammen. Der Dialog mit dem Judentum bekam durch das II. vatikanische Konzil neue Impulse und wurde vom Papst weiter vertieft.

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