WegWorte

Mut, zu leben / Wegworte 05

Ja, du bist meine Leuchte, Herr. Der Herr macht meine Finsternis hell. Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
(2 Samuel 22,29-30)



Matej Metlikoviè;
König David, Laibach 1996
Das fünfte von zwölf Bildern des "Biblischen Zyklus"

Das Bild stellt den König David dar. Er gilt im Alten Testament als begnadeter Musiker und Dichter von zahlreichen Psalmen - daher die Harfe. Die rote Farbe weist auf das leidenschaftliche Leben hin, das David geführt hat. Zugleich erinnert sie an die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit, die in der Bibel häufig mit einem Nachkommen Davids verknüpft worden ist.


War die gute alte Zeit wirklich so rosig, wie sie oft geschildert wird? Was dürfen wir von der Zukunft erwarten? Terror, Katastrophen, Arbeitslosigkeit oder ein gesichertes Leben in Frieden und Wohlstand?

Die Bibel gewährt uns einen Blick in uralte Zeiten. Dabei sticht sofort die schillernde Gestalt des Königs David ins Auge. Er ist umfassend begabt. Vieles scheint ihm einfach zugefallen zu sein. Das beginnt schon mit seiner Erwählung. Der jüngste von acht Söhnen, ein gewöhnlicher Schafhirte, wird eines Tages unerwartet von seiner Herde weggeholt und zum König von Israel gesalbt. Er gewinnt durch sein musikalisches Talent das Herz des gemütskranken Königs Saul und verschafft ihm Erleichterung. Als die Zuneigung des Königs später in blanken Hass umschlägt, wird David vor größerem Unheil bewahrt. Rückblickend bekennt er dankbar: Der Herr macht meine Finsternis hell. Kein König war erfolgreicher als er. Scheinbar hat er die wehrhaften Befestigungen seiner Gegner übersprungen, als wären es niedrige Erdwälle.

Naturgemäß neigen wir dazu, Vergangenes mit strahlenden Farben zu überzeichnen, damit es an Leuchtkraft gewinnt. Auch das Leben des Königs David war von Rückschlägen geprägt. In Erinnerung aber bleiben trotzdem sein Lebensmut und die Leichtigkeit, mit der er im Vertrauen auf Gott gelebt hat. Sie geben Kraft für das Künftige. Zuversicht ist somit kein Privileg der guten alten Zeit. Die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit verbindet uns mit Menschen aller Generationen. Das Vertrauen, dass es Gott auch heute gut mit uns meint, trotzt der Ungewissheit, was die Zukunft für uns bereithält.

Bibelstelle
Lesen Sie zur Vertiefung 1 Samuel 16,1-13.

Zum Nachdenken
Wenn Sie auf Ihren Lebensweg zurückblicken:
Wer oder was gibt Ihnen Mut, zu leben?
Woraus schöpfen Sie Vertrauen und Zuversicht?
Wenn Sie an die Zukunft denken:
Was lässt Sie hoffen, was macht Ihnen Angst?





 


















   
   
   

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