Der Sabbat


Der Sabbat ist der siebente Tag der Woche.
Er beginnt am Freitagabend und endet am Samstag bei Einbruch der Nacht.Das hebräische Wort "schabat"bedeutet "aufhören, ruhen". Denn in sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen, am siebenten Tag aber ruhte er und atmete auf
(Ex 31,17). Deshalb soll auch der Mensch an diesem Tag mit seiner Arbeit aufhören. Zudem ist der Sabbat ein Andenken an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

Der Beginn des Sabbats ist geprägt durch die häusliche Feier im Kreis der Familie: Die Hausfrau entzündet die beiden Sabbatkerzen und segnet das Licht. Der Hausvater erhebt einen Becher mit Wein und spricht die Worte der Heiligung (Kiddusch). Er trinkt vom Wein und reicht ihn allen Familienmitgliedern. Dann nimmt er zwei geflochtene Brote, die Challot, erhebt sie und spricht
den Segen. Nun kann das festliche Sabbatmahl beginnen.

Am Samstagabend wird der Sabbat mit einer Zeremonie, die Hawdala genannt wird, beschlossen. Die Familienmitglieder erfreuen sich noch einmal am Duft des Sabbats, der aus der Besamim-Büchse, einem Behälter, gefüllt mit wohlriechenden Gewürzen, strömt. Zuletzt wird ein Becher randvoll mit Wein gefüllt. Das soll Glück für die kommende Woche verheißen.
Mit dem überfließenden Wein wird das Licht der geflochtenen Kerze gelöscht.
Nun ist der Sabbat zu Ende.



Achte auf den Sabbat:
Halte ihn heilig, wie es dir der Herr,
dein Gott, zur Pflicht gemacht hat.
Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag,
dem Herrn,deinem Gott, geweiht.
An ihm darfst du keine Arbeit tun:
du, dein Sohn und deine Tochter,
dein Sklave und deine Sklavin, dein Rind,
dein Esel und dein ganzes Vieh und der Fremde,
der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
Dein Sklave und deine Sklavin
sollen sich ausruhen wie du. Denk daran:
Als du in Ägypten Sklave warst, hat dich der Herr,
dein Gott, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm dort herausgeführt. Darum hat es dir der Herr, dein Gott, zur Pflicht gemacht,
den Sabbat zu halten.
(Dtn 5,12-15
)

 




















Impressionen aus Jerusalem vor dem Freitagabend. Die Menschen tragen bereits ihr Festtagsgewand und stimmen sich auf den Beginn des Sabbats ein.


Letzte Vorbereitungen für den Sabbat. Ein Mann trägt eine Schachtel mit Challot nach Hause. Challot sind geflochtene Brote aus Weizenmehl. Der Hausvater spricht am Freitagabend einen Segen und reicht der Tischgemeinschaft das Brot.

design & konzept by i:lab

Bischöfliches Seelsorgeamt der Diözese Gurk, Referat für Liturgie und Bibel

Tarviser Straße 30, 9020 Klagenfurt, tel: 0 463 / 58 77 - 21 22, email: info@bibelausstellung.at


www.kath-kirche-kaernten.at